Gedenken der Opfer der Reichspogromnacht

Mit der Reichspogromnacht am 9. November 1938 erreichten die Gewalttaten gegen Jüdinnen und Juden im nationalsozialistischen Deutschland bis dahin einen Höhepunkt des staatlichen Antisemitismus. Diese Nacht markierte den Beginn der systematischen Judenverfolgung im Dritten Reich.

Schon in den Jahren zuvor hatte der staatliche Antisemitismus deutlich zugenommen: Geschäfte von Jüdinnen und Juden wurden boykottiert, sie wurden aus dem öffentlichen Leben gedrängt und durch die Nürnberger Gesetze ihrer Rechten beraubt.

Das Pogrom des 9. Novembers plante die NS-Führung ganz gezielt. Die Folgen waren:

Über 1.400 zerstörte Synagogen, rund 7.500 verwüstete Geschäfte und zahlreiche misshandelte jüdische Menschen. Etwa 400 wurden ermordet und rund 30.000 jüdische Männer wurden in Konzentrationslager verschleppt.

Da wir bis heute diesem Tag gedenken, hat sich unser Geschichte-Leistungskurs dazu entschieden tätig zu werden. 

Wir reinigten 13 Stolpersteine lokaler Opfer des Holocausts in Eschweiler. Dazu verfassten wir kurze Vorträge zu den Leben der Opfer, die wir vor der Reinigung verlasen.

Unser Ziel ist es, der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken und an ihre Geschichte zu erinnern. Durch die Pflege der Steine setzen wir ein klares Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung.

In Erinnerung an: Moses Zander, Sibilla Zander, Elisa & Selig Lucas, Salomon Höflich, Frieda & Simon Meyer, Sofie & Zilly Wolf, Friedrich Dinstühler, Wilhelmine Hertz, Josef Mohren, Peter Lenz

(Hier zu finden: http://www.eschweiler-juden.de)

 

Artikel von Elizan Janset Demirkan