Rechtskunde-AG in Aktion
Ziel der Übung war es, den Ablauf eines Gerichtsverfahrens besser kennenzulernen. Alle Rollen wurden von Schülerinnen und Schülern der AG übernommen.
In der Verhandlung ging es um einen Nachbarschaftsstreit zwischen zwei Parteien, die sich einen Garten teilen. Nachbar A, ein Polizist, hatte seine Nachbarin B, eine ältere Frau, wegen Körperverletzung sowie wegen Beleidigung angezeigt. Laut Anklage kam es am Nachmittag zu einer Begegnung, bei der die Beklagte dem Nachbarn auf den Fuß trat, sodass dieser Schmerzen verspürte. Außerdem soll sie die Ehefrau des Polizisten an einem anderen Tag beim Herausbringen des Mülls beleidigt haben.
Die Verhandlung wurde vom Richter eröffnet. Danach stellten Staatsanwalt und Rechtsanwalt ihre Sichtweisen vor. Als Zeugen wurden Nachbar A, dessen Ehefrau sowie ein Bauarbeiter befragt. Während der Aussagen kam es zu einigen Diskussionen, wobei deutlich wurde, wie unterschiedlich Situationen wahrgenommen werden können. Besonders durch das gute Schauspiel der Beteiligten wirkte die Verhandlung sehr realistisch.
Am Ende entschied das Gericht, die Anklage fallen zu lassen, da nicht genügend Beweise vorlagen und sich einige Aussagen widersprachen. Eine Strafe wurde daher nicht ausgesprochen.
Durch diese Gerichtsverhandlung haben wir gelernt, wie ein Verfahren vor Gericht abläuft und wie wichtig Beweise und Zeugenaussagen für eine Entscheidung sind. Die Simulation war eine spannende Erfahrung und hat gezeigt, dass rechtliche Streitfälle oft komplizierter sind, als sie auf den ersten Blick wirken.
Als Ausblick wird die Rechtskunde-AG am 22.01. eine Exkursion zum Landgericht unternehmen. Dort werden wir eine echte Gerichtsverhandlung miterleben und unser Wissen aus der Simulation mit der Praxis vergleichen können.
Leyla Kirkpinar, 10 a