Geheimnisse aus dem Koffer: Archäologie hautnah

Was haben eine Zahnbürste, eine Lupe und ein Feuerstein gemeinsam? Sie reisten alle zusammen im Museumskoffer in unsere 6. Klassen an! In den vergangenen Wochen nämlich verwandelten sich die Klassenzimmer in echte Forschungsstationen, als der Museumskoffer "Archäologie" zu Gast war.

Dank der großzügigen Unterstützung unseres Fördervereins, der diesen tollen Workshop finanziert hat, durften die Schülerinnen und Schüler selbst in den spannenden Beruf der Archäolog*innen hineinschnuppern.

Bevor es an die eigentliche Arbeit ging, lernten die Kinder aber zunächst die Tricks der Profis. Wie findet man überhaupt heraus, wo im Boden alte Schätze schlummern? Die Antwort: Oft helfen Luftbilder mit auffälligen Strukturen oder bereits bekannte Funde in der Umgebung. Ist die Stelle entdeckt, muss die Fundstelle erst einmal fachgerecht abgesperrt und gesichert werden, bevor die Arbeit mit Spezialwerkzeugen beginnt.

Die Klassen merkten schnell, wie viel Fingerspitzengefühl in der Wissenschaft gefragt ist. Denn in der Archäologie rückt man keineswegs mit Baggern an, um empfindliche Fundstücke zu bergen. Stattdessen nutzt man Zahnbürsten, Pinsel und Schaber. Nach der Bergung müssen die Artefakte dann untersucht, genau vermessen und eingeordnet werden.

Hier wurden unsere Klassen selbst aktiv: Neben alten Tonscherben und Feuersteinen sorgte ein Fundstück für besonderes Staunen: Ein Sprunggelenksknochen einer Ziege. Die Kinder erfuhren, dass die Römer einst solche Knochen (sogenannte Astragale) tatsächlich als Spielzeug und antike Würfel benutzt haben.

Der Workshop war ein voller Erfolg: Alle waren mit Spaß aktiv dabei und haben erlebt, wie lebendig Geschichte sein kann.

(D. Hoffmann-Mayer)