Gruppentherapie in der Aula - Mr. Pilks Irrenhaus
Mit großer Spielfreude und enormer Textsicherheit wurden einzelne Szenen aus der Welt des Irrsinns in schneller Folge präsentiert. Es begann mit einer Szene auf dem Dach eines Krankenhauses, von dem sich ein verzweifelter Patient stürzen wollte. Anstatt von der zweiten Person auf dem Dach von diesem Vorhaben abgehalten zu werden, wurde er systematisch aller Besitztümer beraubt, denn die brauchte er ja unten am Boden nicht mehr!
In weiteren Szenen übernahm zum Beispiel ein amerikanischer Cowboy eine Wohnung samt Ehefrau, es stellte sich die Frage, wer "der Echte" ist, wenn ein weiterer Mensch behauptet, er sei man selbst und auch ein Hammerzeh am Fuß des Vaters gibt zu denken auf, wenn die Ärztin beschließt, das Problem medizinisch erprobt mit TNT wegzusprengen. Sehr lustig ist auch der Versuch von zwei Agenten, sich mit Hilfe eines Codes, in dem sie sich hoffnungslos verheddern, über ihre Erkenntnisse auszutauschen.
Die Grenzen zwischen Reallität und komplettem Irrsinn verschwimmen ein ums andere Mal in diesem ausgesprochen vergnüglichen Theaterstück, das aus insgesamt 17 Szenen besteht. Bei diesen Szenen kommt es auf den exakten Einsatz der Dialoge und Auftritte an und auch bei dieser Disziplin überzeugten die sechs Schauspielerinnen und der einzige Schauspieler der Theatergruppe von Anfang bis Ende. Ein großes Lob für diese Leistung, die vom begeisterten Publikum mit lang anhaltendem Applaus gewürdigt wurde.
Nicht vergessen werden sollte der Dank an die technische Unterstützung, die von der Technik-AG der Mittelstufe souverän gemeistert wurde.
Das Stück Mr. Pilks Irrenhaus wurde vom Briten Ken Campbell geschrieben.